
Byllis, die im 4. Jh. v. Chr. gegründete Hauptstadt des illyrischen Stammes der Byllionen. Die Ruinenstätte liegt etwa 30 Kilometer südöstlich von Apollonia auf einer 523 m hohen Bergkuppe (mali Gradishtës) zwei Kilometer nördlich vom Ufer des Flusses Vjosa in der Nähe des modernen...
(ulteriori informazioni)
Byllis, die im 4. Jh. v. Chr. gegründete Hauptstadt des illyrischen Stammes der Byllionen. Die Ruinenstätte liegt etwa 30 Kilometer südöstlich von Apollonia auf einer 523 m hohen Bergkuppe (mali Gradishtës) zwei Kilometer nördlich vom Ufer des Flusses Vjosa in der Nähe des modernen albanischen Dorfes Hekal zwischen Fier, Tepelena und Vlora, fünf Kilometer südlich von Ballsh. Byllis lag im illyrischen Kerngebiet. Die Verbreitung des Eisens vollzog sich hier im Zeitraum vom 11. Jahrhundert bis zum 5. Jahrhundert v. Chr. Ab dieser Zeit begannen Illyrer, befestigte Siedlungen auf Hügelkuppen in beherrschender Lage zu gründen. Der städtischen Gründung von Byllis voraus ging die Anlage des zwei Kilometer südöstlich näher an der Vjosa gelegenen Nikaia, und von Amantia, das wenige Kilometer südlich des Flusses lag. Nikaia war ab der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts v. Chr. eine befestigte Stadt. Ihre Reste finden sich auf einem Hügel oberhalb des heutigen Dorfes Klos. Als in Nikaia Bedarf nach einer größeren Stadtfläche bestand, wurde Mitte des 4. Jahrhunderts v. Chr. Byllis in Sichtweite auf einem Hügelplateau als neue Hauptstadt der Byllionen gegründet. Auch die neue Lage ermöglichte die Kontrolle der im Vjosatal von Apollonia nach Antigoneia und weiter in den Epirus führenden Straße, ebenso den Blick ins Land der Illyrischen Amantier südlich des Flusses.
Grundlage des wirtschaftlichen Aufschwungs bildete der Ackerbau. Mit den Küstenstädten Apollonia und Epidamnos wurde Weizen gegen griechische Keramik gehandelt. Ab Ende des 3. Jahrhunderts v. Chr. gab es in Byllis und Nikaia ein rasches Bevölkerungswachstum. Nach der Niederlage der Illyrer im Krieg gegen Rom im Jahr 229 konnte Byllis als autonomer Klientelstaat innerhalb des römischen Protektorats verbleiben. Die Monarchie wurde in Byllis und anderen südillyrischen Städten ab dem Ende des 3. Jahrhunderts v. Chr. als Regierungsform von einem organisierten und von den Römern abhängigen Stammstaat (Koinon) abgelöst. Byllis wurde eine blühende Stadt mit eigener Münzprägung. Viele der erhaltenen Bauten datieren in diese Zeit.
148 v. Chr. wurde Byllis unter dem Namen Colonia Byllidensium Teil der römischen Provinz Makedonien und zu einem wichtigen römischen Stützpunkt. Während der Zeit der römischen Kolonie wurde in Byllis nur wenig verändert. Es gab, lateinischen Inschriften zufolge, rechtliche Anweisungen direkt aus Rom, beispielsweise die Erneuerung der Stadtmauer betreffend. Zur Zeit der Römischen Bürgerkriege hatte 48 v. Chr. Caesar ein Militärlager in der Stadt. In der Spätantike war Byllis Bischofssitz. Der erste Bischof, Felix, reiste als Teilnehmer zum (dritten) Konzil von Ephesus 431. Nicht ganz klar ist, ob beim (vierten) Konzil von Chalcedon 451 ebenfalls der Bischof aus Byllis, Philocharis, anwesend war. Die Stadt muß ein wichtiges christliches Zentrum gewesen sein, denn im Umkreis von 510 Kilometer wurden die Reste von rund einem Dutzend frühchristlichen Basiliken ausgegraben, eine davon im 5 Kilometer nördlich gelegenen Ballsh. Eine rege Bautätigkeit gab es ein letztes Mal im 6. Jahrhundert in der Zeit Kaiser Justinians (527565).
Ab dem Jahr 578 begannen Slawen in das Gebiet einzudringen. Byllis wurde bei einem verheerenden Slaweneinfall im Jahr 586 zerstört und nicht wieder aufgebaut. Die Bewohner zogen ins 5 Kilometer entfernte Ballsh. Auch der Bischofssitz wurde dorthin verlegt. Byllis wurde im Mittelalter aufgegeben.
(meno informazioni)
Aggiunto: Nov 29, 2009
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Commenti da Youtube (2)
IllyrianEmpire scrive:
Jun 27, 2010 - @petrit671 Yes !
petrit671 scrive:
Jun 26, 2010 - Domethen kjo eshte antike Ilire e jo greak as rromake....